Immobilie als Kapitalanlage bewerten:
Rendite, Lage & Risiko

Lohnt sich diese Immobilie wirklich als Kapitalanlage? Bewerte Investment-Immobilien professionell mit Renditerechnung, Lageanalyse und Risikoeinschätzung.

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Kapitalanlage-Immobilie richtig bewerten

Eine Immobilie als Kapitalanlage zu bewerten bedeutet mehr als nur "Kaufpreis durch Jahreskaltmiete". Erfolgreiche Investoren betrachten Rendite, Lage und Risiko in einem Gesamtkontext.

⚠️ Häufiger Fehler:

Viele Anfänger konzentrieren sich nur auf die Bruttorendite und ignorieren Lage, Instandhaltungskosten und Leerstandsrisiko. Das führt zu Fehlinvestments.

Die 3 Säulen der Kapitalanlage-Bewertung

1. Rendite berechnen

Die Rendite bei Immobilien hat mehrere Ebenen:

Bruttorendite

Jahreskaltmiete / Kaufpreis × 100

Erste Orientierung, aber unvollständig. Berücksichtigt keine Kosten.

Nettorendite

(Jahreskaltmiete - Kosten) / Kaufpreis × 100

Realistischer: Zieht Verwaltung, Instandhaltung, Leerstand ab.

Eigenkapitalrendite

(Jahresüberschuss) / Eigenkapital × 100

Entscheidend für Investoren: Hebel durch Fremdkapital nutzen.

2. Lage analysieren

Die Lage entscheidet über Wertsteigerung und Vermietbarkeit. Eine Top-Lage rechtfertigt eine niedrigere Anfangsrendite.

Top-Lage

  • 4-5% Bruttorendite akzeptabel
  • Wertsteigerungspotenzial
  • Geringes Leerstandsrisiko

B-/C-Lage

  • 6-8% Bruttorendite nötig
  • Höheres Risiko
  • Genaue Analyse erforderlich

3. Risiko einschätzen

Standort-Risiken und operative Risiken müssen bewertet werden:

  • Leerstandsrisiko: Wie schnell findet sich ein Mieter?
  • Mietausfallrisiko: Wie zahlungskräftig ist die Zielgruppe?
  • Instandhaltungsstau: Wie viel Kapital wird kurzfristig benötigt?
  • Standortrisiko: Wie entwickelt sich die Region?

Cashflow-Rechnung: Der Praxis-Check

Der Cashflow zeigt, ob die Immobilie monatlich Geld einbringt oder kostet:

Beispielrechnung Kapitalanlage

Kaufpreis 300.000 €
Eigenkapital (20%) 60.000 €
Kaltmiete/Monat 1.500 €
Jahresmieteinnahmen 18.000 €

Kosten pro Jahr:

Zinsen (3,5% auf 240.000 €) 8.400 €
Tilgung (2%) 4.800 €
Hausgeld/Verwaltung 2.400 €
Instandhaltungsrücklage 1.500 €
Summe Ausgaben 17.100 €

Cashflow: +900 € / Jahr

= +75 € pro Monat (positiver Cashflow)

Lohnt sich diese Immobilie?

Um zu beantworten "Lohnt sich diese Immobilie?", musst du mehrere Faktoren bewerten:

📊

Rendite

Mindestens Marktrendite für die Lage

📍

Lage

Langfristig stabil oder aufstrebend

💰

Cashflow

Positiv oder zumindest neutral

Die Investment-Checkliste für Kapitalanlagen

Vor dem Kauf prüfen:

Fehler vermeiden bei Kapitalanlagen

Diese 7 Fehler kosten Investoren bares Geld:

  1. Nur auf Bruttorendite schauen – Kosten werden unterschätzt
  2. Lage ignorieren – Hohe Rendite in schlechter Lage ist riskant
  3. Emotionale Kaufentscheidung – "Gefällt mir" zählt nicht bei Kapitalanlagen
  4. Keine Reserve – Unerwartete Reparaturen gefährden das Investment
  5. Überteuert kaufen – Zu hoher Einstiegspreis schmälert Rendite dauerhaft

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie bewertet man eine Immobilie als Kapitalanlage?

Eine Kapitalanlage-Immobilie wird anhand von Rendite (Brutto-, Netto-, EK-Rendite), Lage (demografische und wirtschaftliche Faktoren) und Risiko (Leerstand, Instandhaltung, Marktschwankungen) bewertet. Alle drei Faktoren müssen stimmen.

Was ist eine gute Bruttorendite bei Immobilien?

In Top-Lagen: 3-4% (sicher, aber niedrige Rendite). In guten Lagen: 4-6% (ausgewogen). Über 7%: Genau prüfen – oft höheres Risiko oder schlechtere Lage. Rendite allein ist nie aussagekräftig.

Welche Rolle spielt die Lage bei Kapitalanlagen?

Die Lage ist entscheidend für Wertstabilität, Vermietbarkeit und Wiederverkaufswert. Eine gute Lage kompensiert niedrigere Renditen durch Sicherheit. Schlechte Lagen sind auch mit hoher Rendite riskant.

Was sind die größten Risiken bei Kapitalanlage-Immobilien?

Hauptrisiken sind: Leerstand, Mietausfälle, unerwartete Instandhaltungskosten, sinkende Immobilienwerte, negative demografische Entwicklung und schlechte Finanzierungskonditionen.

Wie unterscheidet sich die Bewertung von Eigennutzung und Kapitalanlage?

Bei Eigennutzung zählen persönliche Präferenzen und Lebensqualität. Bei Kapitalanlagen zählen nur objektive Kennzahlen: Rendite, Cashflow, Wertsteigerungspotenzial und Risikofaktoren. Emotionen sind fehl am Platz.

Weiterführende Ressourcen